SSB News Room

» Hier gibt's  News & Updates

Das Thema Brandschutz entwickelt sich fortlaufend und wir von SSB natürlich auch. Auf unserer News Seite werden stetig neue - auch übergreifende - Informationen, Aktionen, Projekte oder Updates veröffentlicht. Viel Spaß beim Entdecken:

Lohnt sich ein Feuerlöscher zuhause?
Lohnt sich ein Feuerlöscher zuhause?

Brandschutz zuhause - lohnt sich ein Feuerlöscher?

Brandschutz in Privathaushalten wird häufig mit Rauchmeldern verbunden - immerhin sind diese in mittlerweile allen Bundesländern verpflichtend. Doch wie kann man sich zu Hause gut im Brandschutz aufstellen? Eine Lösung können Feuerlöscher sein.


Auf die richtige Anwendung kommt es an

Denn während Rauchmelder Rauch und damit Brände detektieren und Anwohner alarmieren oder wecken, dienen Feuerlöscher zur direkten Bekämpfung eines Entstehungsbrandes. Ein Brand ist aber nicht immer gleich ein Brand. Daher kommt es auf die richtigen Brandklassen an. Hiervon gibt es fünf Klassen:

Brandklasse A: Feste, glutbildende Stoffe

Brandklasse B: Flüssige brennbare Stoffe

Brandklasse C: Gasförmige brennbare Stoffe

Brandklasse D: Brennbare Metalle

Brandklasse F: Brennbare Fette


Nicht jeder Feuerlöscher erfüllt die Anforderung für jede Brandklasse. So sind Feuerlöscher mit Wasseranteil im Löschmittel für die Fettbrandbekämpfung ungeeignet. Kohlendioxid-Feuerlöscher sind wiederum für Innenräume nur bedingt geeignet, da das CO2 Sauerstoff verdrängt.

Welcher Feuerlöscher nun für zu Hause?

Daher sollten Sie im eigenen Zuhause unbedingt auf die Wahl der richtigen Feuerlöscher achten. Für die Küche gibt es eigene Fettbrand-Löscher oder Löschsprays, die sich hierzu bestens eignen. Für den Wohnraum bieten sich hingegen Schaum-Feuerlöscher an, da sie die meisten brennbaren Objekte einer Wohnung gut ablöschen können.

Pulver-Feuerlöscher eignen sich nur bedingt gut, hier sollte besonders auf die entstehende Pulver-Wolke geachtet werden, die im Nutzungsfall die Sicht auf die Brandstelle erschwert und einen guten Löscherfolg so nahezu unmöglich macht. Auch gilt es, den hohen Verschmutzungsgrad nach einem Einsatz zu beachten. Folgende Feuerlöscher bieten sich also für den Privathaushalt an:

- Wasserlöscher für den Wohnbereich oder Außenbereich

- Schaum-Feuerlöscher für den Innenbereich oder Außenbereich

- Fettbrand-Löscher für die Küche


Im Brandfall klug handeln

Mit solchen Feuerlöschern sind Sie im Brandfall gut aufgestellt. Grundsätzlich gilt in einem solchen Fall jedoch: Kopf bewahren. Rufen Sie immer zunächst den Notruf 112 und unternehmen Sie einen Löschversuch nur, wenn Sie sich damit nicht in Gefahr begeben, der Brand überschaubar ist und zu jeder Zeit für Sie ein Rückzugsweg gesichert ist.

Update: Mai 2022


Brandverhütungsschau, Brandschau, Brandschutzbegehung - Unterschiede
Brandverhütungsschau, Brandschau, Brandschutzbegehung - Unterschiede

Der Unterschied zwischen einer Brandverhütungsschau und der brandschutztechnischen Begehung

Die Brandverhütungsschau und die brandschutztechnische Begehung, oft auch Brandschutzbegehung genannt, klingen zunächst einmal sehr ähnlich. Dennoch sind es zwei ganz unterschiedliche Kontrollinstrumente im Brandschutz!


Wenn die Behörde kommt: Die Brandverhütungsschau

Denn kommen Sie als Unternehmen zu einer Brandverhütungsschau, dann weil diese durch die Brandschutzdienststelle veranlasst und terminiert wurde. Die Brandverhütungsschau oder Feuerbeschau findet dabei vor allem in sogenannten Sonderbauten statt, also Gebäuden mit einer besonderen Nutzung. Normalerweise wird diese Brandverhütungsschau in einem Rhythmus zwischen drei und sechs Jahren durchgeführt und dient dazu, die Nutzung des Objektes und den Stand der brandschutztechnischen Einrichtung zu begutachten.


Vorbeugen durch die Brandschutztechnische Begehung

Um bei einer solchen behördlichen Überprüfung auf keine bösen Überraschungen zu stoßen, empfiehlt sich eine Brandschutzbegehung. Diese wird im Betrieb meist durch den Brandschutzbeauftragten des Unternehmens oder durch einen extern beauftragten Dienstleister durchgeführt. Denn durch die Veränderung der Nutzung, geänderte Fluchtwege oder umgehangene Brandmelder kommt es immer wieder zu relevanten Anpassungen.

Im Rahmen einer gut strukturierten Brandschutzbegehung können solche Änderungen bereits intern dokumentiert, bewertet und zu Änderungsempfehlungen herausgearbeitet werden. Wenn die Brandschutztechnische Begehung regelmäßig, strukturiert und konsequent durchgeführt wird, können so Mängel im Brandschutz reduziert werden. Damit steigt die Sicherheit und auch die Wahrscheinlichkeit, keinen Ärger bei der nächsten Brandverhütungsschau zu erhalten.


Wer kann mir hier helfen?

Wenn ein Brandschutzbeauftragter in Ihrem Betrieb bestellt ist, übernimmt dieser die Brandschutzbegehung in Ihrem Betrieb. Wichtig ist, dass der Brandschutzbeauftragte weisungsfrei ist und strukturiert vorgeht. Denn nur so kann die Begehung auch im Sinne der geltenden Gesetze und Regeln erfolgen. Sollten Sie aus Gründen der Arbeitsbelastung oder anderen Gründen jedoch nicht zu einer regelmäßigen brandschutztechnischen Begehung kommen, können Sie auch auf externe Dienstleister zurückgreifen.

Hier bietet Ihnen das SSB als externer Brandschutzbeauftragter einen kompetenten und beratenden Rund-Um-Service, von dem Sie langfristig profitieren. Fragen Sie noch heute unverbindlich eine Beratung zur Betreuung als externer Brandschutzbeauftragter an.

Update: April 2022


Rauchmelder im Betrieb
Rauchmelder im Betrieb

Rauchmelder sind nur was für Zuhause - oder?

Rauchmelder retten Leben. Daher gilt seit einigen Jahren in fast allen Bundesländern die Rauchmelderpflicht. Doch warum können Rauchmelder auch im Betrieb wichtig sein? Schließlich gilt die bundesweite Rauchmelderpflicht zunächst nur für Privathaushalte.


Auch im Betrieb kann sich ein Brand unbemerkt ausbreiten

Dennoch sind Rauchmelder sinnvoll und wichtig in Betrieben. Denn Rauchmelder haben im Privathaushalt vor allem die Funktion, schlafende Menschen zu wecken. Ein Rauchmelder detektiert meist über eine Lichtschranke Rauchpartikel in der Luft und kann somit frühzeitig Brände oder eine Verrauchung melden. Doch auch in kleineren Betrieben kann es zu Bränden oder einer Verrauchung kommen! Wenn Sie beispielsweise ein kleines Büro betreiben oder in einer Kindertagesstätte arbeiten, kann schon ein kurzgeschlossenes Kabel reichen, um einen Brand auszulösen. Wenn dies dann im Serverraum passiert, kann es lange dauern, bis Sie dieses Ereignis bemerken. Nicht alle Räume sind ständig im Betrieb und haben Leerstandszeiten. Doch Brände passieren selten in Anwesenheit von Menschen. Daher sorgen Rauchmelder für mehr Sicherheit. Und vor allem in jenen gewerblich genutzten Gebäuden, die keine Brandmeldeanlage oder andere Vorrichtungen besitzen.


Welche Rauchmelder bieten sich für meinen Betrieb an?

Sollten Sie also überlegen, Ihr Büro oder Ihren Laden mit Rauchmeldern auszustatten, ist das eine sehr gute Entscheidung. Doch worauf sollten Sie achten? Wenn in Ihrem Gebäude nicht ohnehin bereits Rauchmelder oder sogar eine Brandmeldeanlage installiert sind, haben Sie verschiedene Optionen:

- Der bekannteste Rauchmelder ist der optische Rauchmelder. Dieser detektiert Rauch über eine Lichtschranke.

- Der ionisierende Rauchmelder enthält ein kleines, radioaktives Element. Hierdurch kann die Leitfähigkeit der Luft gemessen, die sich bei Verrauchung verändert. Diese Melder sind aufgrund der Problematik der Entsorgung aber eher selten.

- Dual-Rauchmelder kombinieren den klassischen Rauchmelder mit einem Gaswarnmelder, der zum Beispiel den CO-Wert in der Luft misst und bei zu hohen Konzentrationen auslöst.


Nutzen Sie Rauchmelder in Ihrem Büro

Alle Rauchmelder-Typen eignen sich für den Einsatz in Büroflächen oder anderweitigen Flächen, die keine weiteren Anforderungen an den Brandschutz benötigen. Wichtig ist, dass Sie nicht bei Rauchmeldern sparen. Nutzen Sie beispielsweise smarte Rauchmelder oder funkvernetzte Rauchmelder, um auch im gesamten Gebäude bei einer Alarmierung informiert zu sein. Greifen Sie zudem auf Rauchmelder mit einer 10-Jahres-Batterie zurück, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Bei der Installation der Rauchmelder sollten zudem auch selten genutzte Räume wie Serverräume, Abstellräume oder Zwischenflure bedacht werden. So sichern Sie mit dem Einsatz von Rauchmeldern in Ihrem Betrieb die Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden und Kunden und haben im Brandfall mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Update: April 2022


Brandschutzordnung runterladen?
Brandschutzordnung runterladen?

Kann ich meine Brandschutzordnung aus dem Internet herunterladen?

Sie wird in Betrieben vor allem durch ihren Teil A, den Aushang, sichtbar: Die Brandschutzordnung (BSO), meist als DIN-A4-großer Zettel mit wichtigen Hinweisen zum Verhalten im Brandschutz, hängt in vielen Unternehmen aus. Doch wofür braucht man hier einen Profi? Reicht es nicht, diesen Aushang einfach aus Google zu kopieren und auszudrucken? Die Antwort lautet klar: Nein!


Die Bedeutung einer Brandschutzordnung

Denn zunächst ist es wichtig, dass der Aushang nur ein Bestandteil der Brandschutzordnung ist. Es ist der "Teil A", der an hoch frequentierten Stellen auf das Verhalten im Brandfall aufmerksam macht. Der Teil A der Brandschutzordnung weist hierbei vor allem auf den allgemeinen oder den hausinternen Notruf hin und beschreibt kurz und prägnant die Schritte, die im Brandfall nötig sind. Damit soll die Brandschutzordnung Teil A alle im Gebäude befindlichen Personen erreichen.


Teil B und Teil C der Brandschutzordnung

Wie es der Name des ersten Teils schon verrät, gibt es also noch einen "Teil B" und einen "Teil C". Und spätestens bei diesen beiden Teilen wird klar, warum ein Ausdruck aus der Suchmaschine nicht reicht. Denn Teil B führt weitergehende Handlungsanweisungen und Verhaltensweisen auf, die alle Personen betrifft, die im Betrieb beschäftigt, jedoch ohne spezielle Aufgaben im Brandfall, sind. Daher wird der Teil B oft als Broschüre oder Merkblatt herausgegeben - ist stets Bestandteil des Arbeitsvertrages. Während Teil A das Verhalten im Brandfall beschreibt, definiert Teil B vorbeugende Maßnahmen im Betrieb, das Verhalten zur Alarmierung und Meldung eines Brandes und auch das Verhalten beim Versuch einer Brandbekämpfung. Teil C wird hierbei noch genauer und richtet sich an alle Personen im Betrieb mit speziellen Aufgaben im Brandschutz. Teil C definiert unter anderem konkrete Brandverhütungsmaßnahmen oder Sicherheitsmaßnahmen zur Rettung von Personen, Tieren und Sachwerten. Außerdem werden die Feuerwehrpläne im Teil C beschrieben.


Die Brandschutzordnung muss an die Gegebenheiten des Betriebs angepasst werden

Während Teil A einer Brandschutzordnung also noch sehr allgemeine Verhaltensregeln für den Brandfall definiert, führen Teil B und Teil C weitergehende, konkrete Maßnahmen aus. Und das geht nicht allgemeingültig. Denn besonders bei präventiven Maßnahmen und konkreten Alarmierungsvorgängen muss auf die Gegebenheiten im Unternehmen eingegangen werden. Die Brandschutzordnung eines Betriebes muss also immer auf den Betrieb (Produktion, Räumlichkeiten, Personal, usw.) angepasst sein, damit alle Maßnahmen ihre beste Wirkung entfalten.


Doch wie komme ich zu meiner Brandschutzordnung?

Entsprechend reicht es also nicht, sich eine Brandschutzordnung aus dem Internet herunterzuladen. Vor der Erstellung der BSO sollte immer eine Bewertung im Betrieb erfolgen, um mögliche Risiken und Umstände zu berücksichtigen. Erst auf Basis dieser Bewertung kann dann eine individuelle Erstellung der Brandschutzordnung erfolgen. Vertrauen Sie bei der Erstellung Ihrer Brandschutzordnung auf die Expertise des SSB und vereinbaren Sie noch heute einen Termin!

Update: März 2022


Brandschutz im Holzhaus
Brandschutz im Holzhaus

Moderne Holzbau-Konzepte und Brandschutz

"Holz brennt. Aber sicher und berechenbar." - so steigt die neue Broschüre "Holzhauskonzepte" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in das Kapitel Brandschutz ein. Doch wie sicher ist ein Holzhaus aus Brandschutz-Sicht?


Der Rohstoff Holz und seine Brandeigenschaften

Tatsächlich hat Holz Brandeigenschaften, die es im Brandfall gut handhabbar machen. Denn Holz ist ein glutbildender fester Brennstoff. Wenn Holz in Brand gerät, bildet es eine Holzkohleschicht, die vergleichsweise lange dafür sorgt, dass der Kern des Materials unbeschadet bleibt. Das sorgt dafür, dass Holz auch bei Beflammung lange die Tragfähigkeit behält. Holz hat sogar einen Vorteil: Es bildet weitaus weniger Rauchgase, als es andere Baustoffe tun.


Wie sieht es hier mit dem Baurecht aus?

Baurechtlich wird Holz vor allem dann oft infrage gestellt, wenn es zu Anforderungen an die Feuerbeständigkeit kommt. Zum Beispiel, wenn Reihenhäuser oder Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Die Bauteile müssen dann feuerhemmend ausgeführt sein, also eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 30 Minuten aufweisen. Kommt es zu weiteren baurechtlichen Anforderungen, kann unter anderem mit feuerbeständigen Innenverkleidungen gearbeitet werden. So lassen sich zum Beispiel auch höhere Häuser in Holzbauweise realisieren.


Doch wie kommt es überhaupt zu Bränden in Holzhäusern?

Wichtig ist aber zu verstehen, dass meist nicht das Holzhaus Ursache des Brandes ist. Denn das Entstehungsrisiko eines Brandes ist nicht höher, nur weil als Baustoff Holz benutzt wurde. Die Hauptursachen für Brände sind - wie auch in konventionellen Gebäuden - Elektroinstallationen, das Verhalten der Personen im Gebäude sowie die Ausstattung im Gebäude, zum Beispiel brennbare Vorhänge, Möbel und andere Ausstattungsstücke. Daher sind Holzhäuser grundsätzlich nicht als "gefährlicher" zu beurteilen, als es auch klassische Bauweisen wären.

Update: März 2022


Geschultes Personal kann Leben retten
Geschultes Personal kann Leben retten

Geschultes Personal rettet Leben

Jedes Unternehmen hofft darauf, einen Brandfall vermeiden zu können. Dennoch kann es in Betrieben immer wieder zu Brandereignissen kommen. Ein technischer Defekt, einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit in der Büroküche und schnell kommt es zu einem Entstehungsbrand. Die Versicherungsstatistiken sprechen hier Bände.

In solchen Situationen kann gut ausgebildetes Personal eine schlimmere Eskalation verhindern. Denn wenn Personal gut geschult ist, kann es die Situation besser einschätzen. Und dank der Ausbildung kann im Fall eines Entstehungsbrandes womöglich noch eingegriffen werden. So sind alle Unternehmen nach der Arbeitsstättenrichtlinie dazu aufgefordert, alle Mitarbeitenden des Betriebes jährlich im Brandschutz zu unterweisen. Diese Unterweisung kann heute, zum Beispiel beim SSB Neuwied, bequem digital vom eigenen Smartphone, Tablet oder Computer stattfinden. Die Brandschutzunterweisung zeigt potenzielle Brandgefahren im Betrieb auf und sensibilisiert Mitarbeitende für einen vorsichtigen Umgang und das richtige Verhalten im Brandfall.


Ausgebildete Brandschutzhelfer können Entstehungsbrände bekämpfen

Eine weitere wichtige Schulungsmaßnahme ist die Ausbildung von Brandschutzhelfern, die bekanntermaßen jeder Betrieb aufweisen muss. Auch sie lernen das richtige Verhalten im Brandfall und werden für Gefahren im betrieblichen Umfeld geschult. Zusätzlich werden Brandschutzhelfer aber auch im Umgang mit Handfeuerlöschern ausgebildet. Somit können Brandschutzhelfer im Brandfall erste Löschversuche unternehmen und damit im besten Fall eine weitere Ausbreitung verhindern.


Im Brandschutz ist vorbeugen besser!

Der beste Fall ist es jedoch, wenn es erst gar nicht zu einem Brand kommt. Hierzu benötigt es Wissen im vorbeugenden und organisatorischen Brandschutz. Hierbei können Unternehmen auf externe Dienstleister wie das SSB zurückgreifen, oder (je nach Größe und Art des Betriebs) durch eigene Brandschutzbeauftragte für einen sicheren Betrieb sorgen. Denn so können Gefahrenquellen frühzeitig identifiziert und behoben werden und zudem Vorrichtungen für den Brandschutz auf Ihre Einsatzfähigkeit geprüft werden.

So oder so: Im Brandfall und schon davor trägt gut ausgebildetes Personal dazu bei, dass Brandereignisse geringere Auswirkungen haben und somit Leib und Leben schützen, aber auch wirtschaftliche Schäden zu minimieren.

Update: März 2022


Aufzugschächte im Brandschutz
Aufzugschächte im Brandschutz

Neues Merkblatt zur Belüftung am Ende eines Aufzugschachtes

Während der Brandschutz evaluiert, wie im Brandfall Gebäudeabschnitte möglichst raucharm gehalten werden können und die Brandausweitung eingedämmt werden kann, beschäftigt sich das Gebäudeenergiegesetz (GEG) mit der Energieeffizienz von Gebäuden. Bei Aufzugschächten gab es bislang die gängige Methode, am Ende eines Schachtes eine einfache, permanente Öffnung zur Rauchabführung zu schaffen.

Das GEG sieht hier eine nicht vertretbare Leckage in der Gebäudeaußenhülle, sodass die Musterbauordnung hier hingehend angepasst wurde. So regelt die MBO in §39 nun, dass solche Abluftöffnungen so zu bauen sind, dass sie mit einem Abschluss versehen werden können. Dabei ist sicherzustellen, dass diese Öffnungen eigenständig im Brandfall öffnen und von mindestens einer Stelle aus manuell öffenbar sind.

Grundsätzlich ist bei der Gestaltung von Gebäudehüllen auf eine Luftundurchlässigkeit zu achten, obgleich hierdurch keine hundertprozentige Dichtigkeit gemeint sein kann. Denn durch Installation von beispielsweise Jalousien oder Kondensatleitungen bleiben baubedingt minimale Leckagen bestehen. Das GEG sieht aber vor, Gebäudehüllen so luftdicht wie nach aktuell anerkannten technischen Regeln möglich zu bauen. Um Klarheit für den Bau von Rauchabluftöffnungen in Aufzugschächten zu bieten, haben der Fachverband für Tageslicht und Rauchschutz, der Fachverband Luftdichtigkeit im Bauwesen sowie die Gütegemeinschaft Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ein Merkblatt zum Einbau solcher Einrichtungen veröffentlicht.

Das Merkblatt steht kostenlos zum Download bereit: Zum Merkblatt

Update: Februar 2022


Glas in der Brandschutztür
Glas in der Brandschutztür

Glas-Elemente in der Brandschutztür - wie geht das?

Brandschutz wirkt sich im Arbeitsalltag meist wenig sichtbar aus, die Vorkehrungen sind unscheinbar und dennoch extrem wichtig. Eine der sichtbaren Maßnahmen sind Brandschutztüren. Sicherlich haben Sie eine solche Tür auch schonmal in Ihrem Betrieb entdeckt. Ein erstes Indiz sind meist installierte Schließanlagen, und ein Blick auf die Innenkante des Türblattes gibt mit einer Plakette meist den aufschlussreichen Hinweis.

Doch oft wundert man sich, warum solche Türen, die doch im Brandfall schützen sollen, Glas enthalten. Wie soll hier bei hoher Hitze dem Feuer standgehalten werden?Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich zunächst mit den Aufgaben einer Brandschutztür vertraut machen. Brandschutztüren sind entsprechend nach der europäischen Norm EN 13501-2 klassifiziert. Eine solche Klassifizierung kann dann beispielsweise so aussehen: EI290 (Sa) C5

Hierbei verrät die Kennzahl hinter dem "EI2" (E = Etanchèitè; I = Isolierung) die Feuerwiderstandsdauer. In diesem Beispiel ist die Brandschutztür dafür ausgelegt, einer direkten Beflammung mindestens 90 Minuten Stand zu halten. Das S (= Smoke) lässt erkennen, welche Rauchschutzklasse die Tür erfüllt und das C gibt Auskunft über die Beständigkeit der Selbstschließung. C5 (C = Closing) bedeutet hier, dass die Tür auch bei häufiger Betätigung (200.000 Zyklen) im Brandfall selbstständig schließt. Die Rauchdichtheit wird entweder mit Sa (Rauchdicht bei Umgebungstemperatur) oder S200 (Rauchdicht bis 200 Grad Celsius) angegeben.

Somit gibt es also zwei wesentliche Aufgaben, die eine Brandschutztür erfüllen soll: Die Ausbreitung eines Feuers in einen neuen Brandabschnitt verhindern, beziehungsweise herauszögern und die Ausbreitung von Brandrauch zu vermeiden.

Doch wie kann eine Brandschutztür jetzt solche Anforderungen erfüllen, wenn mittig eine große Glasscheibe eingelassen ist? Das funktioniert, da in den Brandschutztüren dann ein Brandschutzglas verbaut ist. Dieses Glas besteht aus mehreren sogenannten Floatglasscheiben, die mittels mehrerer Schichten eines Brandschutzschaums zu einem Verbundsicherheitsglas zusammengefügt werden.

Kommt es nun also zu einer Flammen- und Hitzeeinwirkung an der Brandschutztür, bricht zunächst die erste Floatglasscheibe, wenn eine gewisse Temperatur erreicht wird. Durch das Bersten der ersten "Scheibenschicht" wird die erste Brandschutzschicht frei, die unter Hitze aufschäumt und so Energie vom Feuer aufnimmt. Dies passiert mit jeder Schicht des Brandschutzglases, bevor irgendwann die letzte Scheibe bricht. Dank dieser Technik ist es möglich, auch mit Glaselementen feuerhemmende oder gar feuerbeständige Türen zu bauen.

Sie wollen Ihren Betrieb im Brandschutz sicher aufstellen und sich im Brandfall auf Ihre Technik, wie zum Beispiel Brandschutztüren, verlassen können? Dann ist ein Brandschutzbeauftragter in Ihrem Betrieb ein richtiger und wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit!

Update: Februar 2022


Brandschutz in der Tierhaltung
Brandschutz in der Tierhaltung

Wie sicher ist der Camping-Urlaub?

Durch die Corona-bedingte Schließung von Hotels und Ferienunterkünften gab es im Jahr 2020 einen großen Trend in der Camping-Branche. Noch nie wurden so viele Campingwägen und Wohnanhänger bestellt. Doch wie steht es um den Brandschutz im Campingurlaub?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, einige grundlegende Vorkehrungen zu treffen: Rauchmelder (wenn nicht vom Hersteller schon eingebaut) und Kohlenmonoxidmelder, vor allem wenn Gasanlagen verbaut sind, erhöhen die Sicherheit im Wohnmobil. Zwar sind alle Anlagen grundsätzlich geprüft und abgenommen, dennoch werden diese nicht wie im baulichen Bereich regelmäßig durch den Schornsteinfeger geprüft.

Melder können hiermit eine zusätzliche Sicherheit bieten. Denn besonders im Brandfall ist eine schnelle Warnung wichtig. Denn oftmals bestehen Wohnmobile aus leicht entflammbaren Stoffen, da keine Vorschrift den Einsatz dieser Stoffe untersagt. Wenn dann Brände durch das Grillen am Wohnwagen, die eingebaute Küche oder ähnliche Situationen entstehen, kann der Brand schnell übergreifen. In solchen Situationen können kleine Feuerlöscher oder Feuerlöschsprays Abhilfe schaffen. Besonders Feuerlöschsprays eignen sich gut, da sie die Brandklassen A, B und F abdecken.

Update: August 2021


Brandschutz in der Tierhaltung
Brandschutz in der Tierhaltung

Auch in der Tierhaltung ist der Brandschutz wichtig

Viele waren empört, als im Mai 2021 die Bilder einer brennenden Schweinezucht aus Mecklemburg-Vorpommern die Nachrichten dominierten. Mehrere zehntausend Tiere starben, viele Ställe wurden zerstört. Brände in der Massentierhaltung haben oftmals ein hohes Gefahrenpotenzial. Doch wie sind eigentlich die Vorschriften für den Brandschutz in solchen Anlagen geregelt?

Wichtig dafür zu verstehen ist, dass Tiere aus Gesetzes-Sicht zunächst als Sachwerte gelten und daher wirtschaftliche Aspekte im Brandschutz abgewägt werden. Entsprechend gilt zunächst der Schutz des Menschen. Vorgaben zur Rettung von Tieren gibt es somit zuerst einmal wenige. Entsprechend wird der Brandschutz hierbei vor allem über bauliche und organisatorische Maßnahmen gesteuert. Nach dem Brand im Norden Deutschlands fordert die Agrarministerkonferenz nun Verschärfungen des Brandschutzes in der Tierhaltung.

Grund der Verschärfung ist, dass man bemerkt hat, dass viele Maßnahmen noch nicht so greifen wie gewollt, wodurch hohe Verluste verzeichnet werden. Auch für die Feuerwehr sind solche Einsätze eine Herausforderung, da die Feuerwehr oft nicht mit dem Umgang aller Tierarten explizit geschult ist. Das bedeutet oft, dass sich Einsatzkräfte aufgrund des Eigenschutzes eher zurückhalten müssen. Viele Tiere reagieren in der Panik nämlich unerwartet und können Feuerwehrkräfte verletzten oder gar töten.

Dennoch gäbe es sinnvolle Regelungen im Brandschutz: Auffangbereiche zur Entfluchtung, also abgezäunte Auffangbereiche könnten Tierleben retten. Denn oftmals haben Tiere einen ausgeprägten Fluchtsinn (v.a. im Brandfall) und könnten so eigenständig ins Freie flüchten. Das ist auch aus wirtschaftlicher Sicht eine sinnvolle Maßnahme, da hohe Verluste so vermieden werden.

Bereits heute genutzte Möglichkeiten sind beispielsweise Löschanlagen. Diese können jedoch hier oft nur als Sprinkleranlage eingesetzt werden, da sonst viele Tiere der Löschmaßnahme zum Opfer fallen würden.

Update: Juli 2021


Rauchmelderpflicht
Rauchmelderpflicht

Rauchmelder retten Leben - auch in Bestandsbauten

Nun soll sie auch in Sachsen kommen: die Rauchmelderpflicht für Bestandsbauten. In allen 16 Bundesländern gilt schon länger eine Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten, bald gilt diese Pflicht dann auch für alle Bestandsbauten.

Und längst hat sich gezeigt: Rauchmelder retten Leben, egal ob im Bestands- oder Neubau. "Die Durchsetzung der Rauchmelderpflicht ist absolut begrüßenswert, da seit Einführung der Rauchmelderpflicht die Anzahl der Rauchtoten signifikant zurückgegangen ist", begründet Frank Hachemer, Sachverständiger des SSB Neuwied, das Vorhaben. Auch wenn keine klaren Zahlen vorliegen, sinken die Zahlen der Rauchtoten massiv in den vergangenen Jahren. "Das ist ein wichtiger und guter Effekt, der aus gleich mehreren Maßnahmen rührt", so Hachemer. Denn auch die stärkere Präsenz des Themas ist ein Grund.

Immer mehr Schulen beschäftigen sich mit dem Thema Brandschutzerziehung und immer mehr Arbeitgeber absolvieren regelmäßige Unterweisungen im Brandschutz. Das sorgt für eine größere Verbreitung eines grundlegenden Brandschutzwissens innerhalb der Bevölkerung und somit für mehr Sicherheit.

Update: Juli 2021


Wartung im Brandschutz
Wartung im Brandshcutz

Die Feuerwehr und der vorbeugende Brandschutz

Die Feuerwehr ist schnell zur Stelle im Notfall, wenn es brennt und lebensbedrohlich wird. Sie ist für den sogenannten abwehrenden Brandschutz zuständig und somit vor allem dann da, wenn es brennt.

In vielen Fällen können aber Brände durch richtige Maßnahmen verhindert werden. Der vorbeugende Brandschutz (VB) ist ein Auftrag, der sehr ernst genommen wird. Denn damit ist es möglich, Leben zu retten. Das Potenzial ist somit hoch, dass Brände durch die Prävention erst gar nicht entstehen oder frühzeitig erkannt und bekämpft werden können.

Die Feuerwehr bietet für den vorbeugenden Brandschutz hier viele Ansätze aus der "Praxis", ist allerdings nicht nicht die treibende Kraft. Gründe sind z. B. der große ehrenamtliche Anteil an Feuerwehr-Kräften, die diese zusätzliche Aufgabe kaum bewältigen könnten. Dennoch gibt es viele Überschneidungen zwischen vorbeugenden und abwehrendem Brandschutz.

Die Feuerwehr erlebt Berührungspunkte mit dem vorbeugenden Brandschutz. Immer dann, wenn die Feuerwehr beispielsweise in die Planung neuer Bauten oder Änderungen einbezogen wird, gilt ihr Feedback für den vorbeugenden Brandschutz. Auch im Einsatz direkt vor Ort wird die Feuerwehr mit dem vorbeugenden Brandschutz konfrontiert, wenn sie beispielsweise auf Rettungswege zurückgreift. Oftmals wird auch fest mit der Feuerwehr kalkuliert, beispielsweise zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges oder zur Bedienung des Feuerwehr-Bedienfeldes einer BMA.

Damit übernimmt die Feuerwehr eine wichtige Funktion im Brandschutz ein, die fließend in die Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes übergeht. Denn: Viele Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes nutzen Feuerwehrkräfte ganz intuitiv. So sorgen RWAs für verbesserte Sicht beim Innenangriff und die Tragfähigkeit der Baukonstruktion sichert gegen Einsturzgefahren ab. Damit besitzt die Feuerwehr nicht das bauliche/ technische Know-How, um vorbeugenden Brandschutz zu planen. Doch stellt sie wichtige Ergänzungen für eine sichere Planung und Umsetzung zur Verfügung und ist genauso Profiteur des vorbeugenden Brandschutzes.

Update: Juli 2021


Wartung im Brandschutz
Wartung im Brandshcutz

Der Brandschutzbeauftragte im Betrieb

Ein Unternehmen hat viele Aufgaben und Verantwortungen, die im Blick behalten werden müssen. Neben finanziellen, personellen und projektgebundenen Aufgaben, muss ein Unternehmen allerdings auch für ausreichend Sicherheit sorgen. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Sicherstellung des Brandschutzes. Viele denken hier an den Brandschutzbeauftragten im Betrieb. Doch ab wann benötigt ein Unternehmen einen Brandschutzbeauftragten?

Grundsätzlich besteht die Hauptaufgabe des Brandschutzbeauftragten zunächst darin, die Lücke zwischen der Pflicht zum Brandschutz und dem dazu fehlenden Wissen im Unternehmen zu schließen. Ein Brandschutzbeauftragter ist also der Experte im Hause, der zentral für die Verwaltung des Brandschutzes tätig ist und dazu im Auftrag der Geschäftsleitung handelt. Wichtig ist dabei, dass "der Brandschutzbeauftragte ohne äußeren Druck die Aufgaben im Brandschutz angehen kann", mahnt Frank Hachemer, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz.

Wann wird der Brandschutzbeauftragte zur Pflicht?

Doch nicht jedes Unternehmen hat einen Brandschutzbeauftragten und nicht jedes benötigt einen. Ab wann ist also ein Brandschutzbeauftragter Pflicht? "Das kann man pauschal nicht sagen", erklärt Hachemer, "es gibt einige Wirtschaftszweige, in denen das fest vorgegeben ist. Zum Beispiel ist dies in der Industrie ab einer gewissen Größe vorgegeben. Gleiches gilt für Kliniken oder Heime." Auch kann die Genehmigungsbehörde einen Brandschutzbeauftragten anordnen, ohne dass eine allgemeine Vorschrift dies erforderlich macht.

Grundsätzlich lässt sich also festhalten, dass der Bedarf an Brandschutz einer individuellen Einschätzung bedarf. Denn der Bedarf an Brandschutz im Betrieb hängt immer von der Nutzung ab. So müssen auch Arbeitgeber die Organisation des Brandschutzes regeln, die keine Industrie betreiben, beispielsweise Bürotätigkeiten wie IT-Unternehmen. Eine solche Abwägung setzt jedoch nicht voraus, dass der Brandschutz pauschal über die Beschäftigung eines Brandschutzbeauftragten erfolgen muss.

Welche Qualifikation benötigt ein Brandschutzbeauftragter?

Wenn ein Unternehmen nun sicherer im Brandschutz werden will und über einen Brandschutzbeauftragten nachdenkt, kommt oft die Frage nach der Qualifikation auf. Häufig werden Personen in Betracht gezogen, die beispielsweise über eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr Vorerfahrung im abwehrenden Brandschutz nachweisen. Dann muss jedoch das Wissen im vorbeugenden Brandschutz gestärkt werden. Dazu bieten sich Ausbildungen wie die Brandschutzbeauftragten-Ausbildung des SSB Neuwied an, die nach den vfdb Richtlinien Wissen im vorbeugenden Brandschutz vermitteln. So erhalten die künftigen Brandschutzbeauftragten Grundwissen in den drei wichtigen Säulen des vorbeugenden Brandschutzes: baulicher, anlagentechnischer und organisatorischer Brandschutz.

Update: Juli 2021


Wartung im Brandschutz
Wartung im Brandshcutz

Hommage an vergangene Tage: Wie Städte den Flammen zum Opfer fielen

1842, also vor fast 180 Jahren, entfachte in Hamburg in der Nacht zum 05. Mai ein verheerendes Feuer, dem fast ein Viertel der Hansestadt zum Opfer fällt. Mehrere Tage wütet das Feuer und nimmt fünf Menschen das Leben. Doch wie konnte es zu so einer Katastrophe kommen?

"Eigentlich war der Brandschutz schon für die damaligen Verhältnisse relativ stark ausgeprägt. Es gab Brandordnungen oder Feuerordnungen, die viele Brandschutzfragen klärten" - erklärt Frank Hachemer, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz beim SSB Neuwied, die Situation. Diese Feuerordnungen regelten aber vor allem das Vorgehen im Brandfall. So wurden spezielle Berufsgruppen mit ihren Fähigkeiten eingesetzt, um möglichst effektiv das Feuer zu bekämpfen.

Bauweise erhöhte Brandrisiko

Häufig waren die Brände dennoch sehr verheerend. "Das lag daran, dass es häufig an der Umsetzung dieser Brandschutzordnungen haperte", so Hachemer. Beispielsweise waren Bedachungen früher ein großes Problem, da viele Bedachungsformen sehr leicht brennbar waren. Über die Jahre versuchte man diesem Problem durch Gebäudeabstände oder Brandwände entgegenzuwirken. Doch dort, wo bereits Bestandsgebäude standen, war die Gefahr weiterhin präsent.

Doch in Hamburg waren auch die Lager der "Speicherstadt" ein Problem: Niemand wusste, was dort brennt - es gab wenig Trennung, das machte es dem Feuer leicht.

Brandschutz wuchs mit den Jahren

Die Auslöser von solchen Bränden konnten vor allem in den Errungenschaften der industriellen Revolution gefunden werden. Die Brandgefahren wuchsen durch zum Beispiel Dampfmaschinen. "Das waren Gefahren, die man zunächst gar nicht im Blick hatte", erklärt Hachemer das Risiko. Der Brandschutz entwickelte sich also hinter der industriellen Entwicklung hinterher. Immer wenn neue Errungenschaften Schäden verursacht haben, wurde der Brandschutz dort optimiert. Denn man hatte die Risikoquelle zuvor nicht als solche wahrgenommen.

Doch warum konnte die Brandschutzordnung den Brand nicht verhindern? Wenn die Größe eines Brandes das Maß des Möglichen überschreitet, ist man auch heute noch machtlos. 1842 wurde die enge Bebauung und die fehlenden Schutzmaßnahmen zum Brandtreiber. So schnell konnten helfende Kräfte nicht reagieren. Diese Faktoren sind heute zumeist durch den vorbeugenden Brandschutz eingedämmt.

Update: Juni 2021


Wartung im Brandschutz
Wartung im Brandshcutz

Brandschutz und Bestandsschutz - Lässt sich das vereinen?

Eine alte Fassade voller Charme und Geschichten. Historische Gebäude haben oftmals ihren eigenen Charakter. Problematisch wird das nur, wenn der Brandschutz in Konkurrenz zum Denkmalschutz tritt. Doch wie findet man hier eine gute Lösung, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten und die Sicherheit zu wahren? Eine Frage, die nicht nur Architekten umhertreibt.

Grundsätzlich muss hierbei jedoch zunächst zwischen Denkmalschutz und Bestandsschutz unterschieden werden. Denn Gebäude von der entsprechenden Denkmalschutzbehörde müssen unter Denkmalschutz gestellt werden. Der Bestandsschutz gilt jedoch für alle Gebäude, die zur Zeit ihrer Errichtung eine baubehördliche Genehmigung erhalten haben. Zum Konflikt mit Brandschutz kommt es also immer dann, wenn wesentliche Veränderungen an der Bausubstanz durchgeführt werden sollen.

"Wir betreiben in unserem Land aber nun mal auch viele Gebäude, für die es nie eine Baugenehmigung gab", ergänzt Tim Klapper, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz. Für solche Gebäude wird dann oftmals eine nachträgliche Baugenehmigung erteilt, die sich an den Umständen des Baus orientiert. "Dennoch muss bei Fragen im Brandschutz oder der Sicherheit immer abgewogen werden", so Klapper. Denn die Landesbauordnungen regeln ganz klar: "Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden" (Musterbauordnung). Es müssen also auch grundsätzlich im Bestand Änderungen vorgenommen werden, wenn eine konkrete Gefahr besteht.

Wenn es zum Streit kommt

Meistens entsteht der Konflikt aber immer dann, wenn Mängel auffallen. Das passiert beispielsweise bei Beantragung von Nutzungsänderungen oder bei Gefahrenverhütungsschauen. Selten werden solche Mängel proaktiv angegangen, oftmals wird von Besitzern reagiert, wenn es Beanstandungen von beispielsweise der Baubehörde gibt. Hierbei kann jedoch abgewogen werden, ob nicht genehmigte Bauvorhaben nachträglich genehmigt werden. Allerdings gab es über die Jahre nur wenige Lockerungen in den Bauordnungen, sodass häufig eher Anpassungen erforderlich werden.

Kann in der Abwägung zwischen Brandschutz und Bestandsschutz keine Lösung gefunden werden, haben oftmals Gerichte das letzte Wort. Daher sollte bei allen Gebäuden, auch bei zum Beispiel Eigentümerwechsel oder Renovierungsvorhaben geprüft werden, welche Mängel gegebenenfalls auftreten könnten, um Kosten und Aufwand für Anpassungen im Sinne des Brandschutzes einkalkulieren zu können.

Update: Juni 2021


Wartung im Brandschutz
Wartung im Brandshcutz

Warum Wartung im Brandschutz so wichtig ist

Beim Thema Brandschutz denken viele Unternehmen an technische Bauteile, Fachfirmen und geschultes Personal. Ein wichtiger Baustein für einen intakten Brandschutz ist jedoch auch die Wartung. Denn fast überall im Brandschutz ist die Wartung notwendig, um einen zuverlässigen Schutz zu gewährleisten.

Doch warum ist das für Sie wichtig? Dazu muss Wartung erst einmal richtig verstanden werden. Die Wartung meint nämlich nicht nur das Reparieren von Anlagen und das Austauschen defekter Teile. Auch die Prüfung aller Anlageteile und der baulichen Gegebenheiten ist von Relevanz. Denn so kann in regelmäßigen Abständen ein intakter Brandschutz geprüft, und bei Bedarf eine Instandhaltung durchgeführt werden.

Und besonders bei der Prüfung können Aspekte auffallen, die dringend behoben werden müssen. Ändert sich beispielsweise in einem Hochregallager die Höhe der Regale, kann das die Wirkweise der Sprinklerköpfe gefährden. Ein effektiver Löscherfolg im Brandfall wäre nicht mehr sichergestellt. Solche Probleme fallen nur bei regelmäßigen Wartungen auf.

Wartungen müssen von Fachpersonal durchgeführt werden

Doch wer darf eine solche Wartung durchführen und wie oft ist sie nötig? Grundsätzlich gilt es hier, auf die Spezifika der verbauten Anlage zu achten. Einige brandschutztechnische Bauteile müssen öfters gewartet werden als andere. Sprinkleranlagen erfordern zum Beispiel oftmals wöchentliche Sichtprüfungen, während Anlagen wie Brandschutztüren oder Feuerlöscher oftmals in einem jährlichen Wartungsrhyhthmus überprüft werden.

Zwingend erforderlich ist jedoch immer, dass die Wartung von einer Person mit Fachkenntnis durchgeführt wird. Häufig übernehmen daher Fachfirmen diese Aufgabe. Doch auch eigenes Personal kann die Aufgaben der Wartung übernehmen. Dann muss jedoch eine ausreichende Qualifikation und Weisungsfreiheit sichergestellt sein. Die entsprechende Qualifikation muss hierbei sowohl allgemeiner Natur sein (zum Beispiel als Befähigte Person). Doch auch eine anlagenspezifische Unterweisung ist notwendig, um die individuellen Gegebenheiten berücksichtigen zu können.

Risiken nicht durchgeführter Wartungen

Der Aufwand der Wartung scheint entsprechend hoch - ist jedoch von hoher Relevanz für den Brandschutz. Denn nur durch einen voll funktionsfähigen Brandschutz können Sach- und Personenschäden im Brandfall verhindert werden. Das erfordert geschulte Kenntnisse, um diesen einwandfreien Zustand auch beurteilen zu können.

Neben den drohenden Schäden ist eine gute Wartung auch ein zentraler Aspekt für die Haftungsfrage. Denn sind Anlagen nicht einwandfrei gewartet und eine grobe Fahrlässigkeit nachweisbar, können Sachversicherer die Schadensregulation ablehnen. Eine gründliche Wartung im vorbeugenden Brandschutz lohnt sich also immer.

Update: Juni 2021


Schutzziele im Brandschutz
Schutzziele im Brandshcutz

Der Fokus im Brandschutz - die Schutzziele

"Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind." - Der Paragraf 14 der Musterbauordnung gibt sie vor: die Schutzziele.

Zwar ist Brandschutz Ländersache, aber die Ziele sind fast immer wortgleich formuliert: Der Brandschutz soll also die Rettung von Mensch und Tier sicherstellen, Brandentstehung verhindern und wirksame Löscharbeiten ermöglichen. Doch was bedeutet es, Schutzziele zu erreichen?

Speziell bei Sonderbauten existieren oft Brandschutzkonzepte. Diese sind dann Schutzziel-orientierte Konzepte. "Man muss sich also bei allen architektonischen Maßnahmen fragen, ob die Schutzziele erreicht werden", so Tim Klapper, Geschäftsführer des SSB Neuwied. Führt man aus bestimmten Gründen einzelne Maßnahmen nicht durch (wie beispielsweise eine Brandwand), dann muss diese Maßnahme ausgeglichen werden, sodass das Schutzziel dennoch erreicht wird.

Dabei zielen die Bauordnungen vor allen auf den Fremdschutz ab, also auf den Schutz der öffentlichen Ordnung und der Nachbarn. "Brandschutz macht man aber nicht nur für den Gesetzgeber, sondern vor allem für sich", wendet Tim Klapper ein. Denn gerade in großen Betriebsstätten fordern Sachversicherer strenge Maßnahmen, um einen Brand zu verhindern und den Schaden zu minimieren.

Brandschutz hilft vor allem dem, der ihn umsetzt.

Die Schadensminimierung ist allerdings nicht nur eine Forderung der Versicherung, sondern erhöht auch den Schutz vor einem Betriebsausfall. "Viele Betriebe verschwinden nach Großbränden vom Markt. Die Zeit ist zu schnelllebig, als dass Kunden auf den Wiederaufbau warten", begründet Tim Klapper die Relevanz der Maßnahmen. "Man sollte also über den Tellerrand der Bauordnungen sehen und für sich gegebenenfalls sogar einen höheren Wert der Absicherung definieren".

Die Einhaltung von Schutzzielen ist die Kernarbeit des SSB Neuwied, und das seit über 20 Jahren. Als Anbieter für Brandschutzkonzepte hat das Unternehmen bereits viele Bauvorhaben realisiert und brandschutztechnisch begleitet. Sie haben Fragen zum Brandschutz? Rufen Sie uns einfach an.

Update: Mai 2021


Holzhaus Feuer
Holzhaus Feuer

"Holz – das brennt ja" – erschreckt sich so mancher, wenn er davon hört, dass ein Gebäude aus Holz gebaut wird.

Oft genug befürchten viele, dass damit besondere Gefahren durch Feuer verbunden sind. Doch ist das tatsächlich so?

Fest steht, dass aus Brandschutzgründen bevorzugt mit nicht brennbaren Baustoffen gebaut wird, also beispielsweise Stahl oder Beton. Doch oftmals stehen hier gestalterische Fragen entgegen. Und schon bei der Möblierung lassen sich brennbare Stoffe nicht vermeiden. Holz- und Kunststoffmöbel sind erhebliche Brandlasten und gehören in fast allen Gebäuden zur Normalität.

Die Forschung und Erfahrung zeigen jedoch: ein entsprechend starker Holzbalken trägt bei einem Brand deutlich länger als ein Stahlträger – obwohl letzterer nicht brennbar ist, verliert er bei einer Temperatur von 500 Grad schon die Hälfte seiner Tragfähigkeit. Damit geht im Brandfall wertvolle Zeit verloren, die die örtliche Feuerwehr für das Einleiten erster Maßnahmen benötigt. Diese Tatsachen haben ein Umdenken im baulichen Brandschutz der zurückliegenden Jahre eingeläutet.

Basierend auf der grundsätzlichen Tatsache, dass bei Bränden stets die Zeit eine entscheidende Rolle spielt, in der sich ein Feuer entwickeln und ausbreiten kann, sind inzwischen daher unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen auch Holzbauten realisierbar. Somit werden auch bei entsprechenden Vorkehrungen mehrgeschossige Holzbauten möglich. Selbst vor einem Hochregallager aus Holz oder Hochhauskonstruktionen schreckt man daher inzwischen nicht mehr zurück.

Erst ab einer Gebäudehöhe von mehr als 7 Metern, also den Gebäudeklasse 4 und 5, werden baurechtlich hochfeuerhemmende oder feuerbeständige Tragkonstruktionen gefordert. Hier ist es eine Frage der Konzeption, wie durch entsprechende Kompensationsmaßnahmen, Sicherheitssysteme, bauliche Ertüchtigungen Genehmigungen möglich werden.

Update: Februar 2021


Bibliothek Hamburg
Bibliothek Hamburg

Bibliothek in Hamburg darf nur mit Evakuierungshelfern öffnen

Wie konnte es dazu kommen? Warum sind Evakuierungshelfer hier so wichtig? Welche Unternehmen brauchen auch noch Evakuierungshelfer?

In einer Einrichtung wie einer öffentlichen Bibliothek spielt vieles ineinander: Ein großes Gebäude, teilweise durch Bücherregale nicht immer leichte Orientierung, viele brennbare Gegenstände und - nicht zuletzt - viele Menschen als vorübergehende Besucher, die sich im Gebäude nicht auskennen. Kommen so viele ungünstige Aspekte zusammen, bestehen im Brandfall besondere Gefahren für Leib und leben der Menschen im Gebäude. Allein mit einer Beschilderung von Rettungswegen ist es in einem solchen Objekt nicht getan. Daher werden Kundige benötigt, die eine sichere Evakuierung im Brandfalle oder bei anderen denkbaren Notfällen unterstützen. Das kann auch für zahlreiche andere Einrichtungen gelten, etwa bei größeren Bürokomplexen, in Heimen oder Kliniken, in Versammlungsstätten oder großen Einkaufscentern.

Update: Januar 2021


Warum müssen Unternehmen aufgrund von Brandschutz schließen? Ist das sinnvoll?

In seltenen Fällen, wenn Brandschutz-Vorgaben grob verletzt werden, müssen die Behörden besonders dann, wenn Gefahr im Verzug droht, die rigorose Maßnahme einer Schließung, eine sogenannte "Nutzungsuntersagung", verfügen. Da Gesundheit und Leben von Menschen das höchste Gut und daher in erster Linie zu schützen sind, haben die Behörden in solchen Fällen nur einen begrenzten Handlungsspielraum.

Bis also die entdeckte Gefahr erwiesenermaßen beseitigt ist, wird sie einen Weiterbetrieb nicht hinnehmen. Auch wirtschaftliche Erwägungen oder Zwänge können hier nicht gegen die Gefahr für Leib und Leben aufgewogen werden. Also ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Vorgaben zum Brandschutz nicht nur aus Gründen der Verantwortung für die Sicherheit der Menschen im Betrieb wichtig, sondern auch, um eine solche Nutzungsuntersagung zu vermeiden, bei der dann im betroffenen Objekt auch tatsächlich "gar nichts mehr geht".

Update: Januar 2021


Karneval mit SSB
Karneval mit SSB

Fördermöglichkeiten 2020

Wussten Sie eigentlich schon, dass sie Ihren Besuch bei uns gefördert bekommen können? In den Bundesländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind wir als Bildungseinrichtung nach dem Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt.

Die Förderung besteht aus zwei Teilen: Dem Prämiengutschein und dem Spargutschein. Dank des Prämiengutscheins können Sie Ihre Weiterbildung bei uns mit bis zu 50% gefördert bekommen (Höchstsumme sind 500 €). Mit dem Spargutschein können Sie für eine Weiterbildung Geld aus dem nach dem Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung für Arbeitnehmer (VermBG) angesparten Guthaben entnehmen, ohne dass dadurch die Arbeitnehmersparzulage verloren geht. Wichtig bei der Beantragung der Förderung ist es, dass noch keine Buchung des entsprechenden Lehrgangs erfolgt ist.

Ob Sie die Förderung nutzen können und welche Rahmenbedingungen gelten finden Sie auf der Seite der Bildungsprämie. Einen Vorabcheck, ob Sie eine Förderung erhalten, können Sie online durchführen (einfach auf Link klicken). Gerne beraten wir Sie auch individuell zu diesem Thema. Rufen Sie uns dazu einfach an oder schreiben Sie uns eine Email an info@ssb-neuwied.de

Update: Mai 2020


Karneval mit SSB
Karneval mit SSB

Helau und Alaaf 2020 !

Karneval steht ins Haus und auch wir freuen uns auf die kommenden Tage! Wie verbringt Ihr die fünfte Jahreszeit? Und fastet Ihr danach?

Wir wünschen allen Freunden, Kunden und Mitarbeitern ein frohes Karnevalstreiben und eine gute Zeit.

Update: Feb 2020 / Foto Pixabay